
Kurz gesagt: Die Basisrente ist eine steuerlich geförderte private Altersvorsorge. Beiträge können innerhalb gesetzlicher Höchstbeträge als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Dafür kannst du über das angesparte Kapital nicht frei verfügen.
Besonders interessant kann Rürup für Menschen mit hohem zu versteuernden Einkommen sein – vor allem für Selbstständige und Freiberufler.
2026 können Aufwendungen zur Basisversorgung bis zu 30.826 Euro für Ledige beziehungsweise 61.652 Euro für zusammen veranlagte Paare berücksichtigt werden. Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu einem Versorgungswerk zählen dabei bereits mit.
Basisrente und Rürup-Rente bezeichnen dasselbe Produkt.
Sie gehört steuerlich gemeinsam mit der gesetzlichen Rentenversicherung und berufsständischen Versorgungswerken zur sogenannten Basisversorgung.
Je nach Tarif kann das Geld klassisch oder fondsgebunden investiert werden – beispielsweise in Investmentfonds oder ETFs.
Dafür ist die Basisrente bewusst langfristig ausgestaltet: Bei heutigen Verträgen beginnt die lebenslange Altersrente grundsätzlich frühestens ab dem 62. Lebensjahr. Eine freie Auszahlung des Kapitals ist nicht vorgesehen.
Ob sich eine Basisrente lohnt, hängt nicht nur vom Beruf ab.
Entscheidend sind unter anderem:
Für Selbstständige kann die Rürup-Rente besonders interessant sein.
Wer nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, kann häufig einen größeren Teil des steuerlichen Höchstbetrags für eine Basisrente nutzen.
Trotzdem sollte nicht das gesamte Vermögen langfristig gebunden werden. Gerade Selbstständige benötigen oft Liquidität für Unternehmen, Rücklagen oder Investitionen.
Auch für Freiberufler kann eine Basisrente sinnvoll sein.
Wer bereits Beiträge in ein berufsständisches Versorgungswerk zahlt, muss diese allerdings beim steuerlichen Höchstbetrag berücksichtigen.
Deshalb sollte zunächst geprüft werden, wie viel zusätzlicher steuerlicher Spielraum tatsächlich besteht.
Ja, auch Angestellte können eine Basisrente abschließen.
Bei gutem Einkommen kann die steuerliche Förderung interessant sein. Allerdings werden Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bereits auf den Höchstbetrag angerechnet.
Dadurch ist der zusätzliche steuerliche Spielraum häufig kleiner als bei Selbstständigen.
Beiträge zur Basisrente können innerhalb der gesetzlichen Voraussetzungen als Sonderausgaben berücksichtigt werden.
Dadurch kann sich dein zu versteuerndes Einkommen reduzieren.
Je höher dein persönlicher Grenzsteuersatz ist, desto stärker kann sich dieser Effekt auswirken.
Die Steuerersparnis sollte trotzdem nie isoliert betrachtet werden. Entscheidend ist, ob der Vertrag auch bei Kosten, Rendite und späterer Rentenzahlung überzeugt.
Für 2026 beträgt der Höchstbetrag der Basisversorgung:
Wichtig: Dieser Betrag gilt nicht nur für die Rürup-Rente.
Auch Beiträge zur:
werden berücksichtigt.
Der tatsächlich noch verfügbare Betrag muss deshalb individuell berechnet werden.
Ja. Die Basisrente unterliegt der nachgelagerten Besteuerung - und zwar voll. Also Einzahlungen + Erträge.
Während der Ansparphase können Beiträge steuerlich berücksichtigt werden. Dafür werden die späteren Rentenzahlungen versteuert.
Wie sinnvoll das Modell ist, hängt deshalb unter anderem davon ab, wie hoch dein Steuersatz heute und voraussichtlich im Ruhestand ist.
Eine ETF-Basisrente verbindet die steuerliche Förderung der Basisrente mit einer kapitalmarktorientierten Geldanlage.
Gerade bei langen Laufzeiten können ETFs interessant sein, weil sie breit gestreut und häufig günstiger als aktiv gemanagte Fonds sind.
Aber: Ein günstiger ETF macht noch keinen günstigen Vertrag.
Zusätzlich können entstehen:
Deshalb sollte immer der gesamte Vertrag betrachtet werden.
Ein klassischer ETF-Sparplan und eine ETF-Basisrente können beide in ETFs investieren – funktionieren aber völlig unterschiedlich.
Ein ETF-Depot bietet hohe Flexibilität:
Dafür gibt es keine vergleichbare steuerliche Förderung während der Einzahlung.
Bei der Basisrente ist das Kapital deutlich stärker gebunden.
Dafür können Beiträge steuerlich berücksichtigt werden.
Deshalb muss die Entscheidung häufig gar nicht lauten:
Rürup oder ETF?
Sondern:
Wie viel möchte ich steuerlich gefördert und langfristig gebunden anlegen – und wie viel flexibel im Depot behalten?
Eine Kombination kann deshalb sinnvoller sein, als die gesamte Altersvorsorge auf nur einen Baustein zu setzen.
Mögliche Vorteile sind:
Die langfristige Bindung kann dabei sowohl Vorteil als auch Nachteil sein: Das Geld bleibt konsequent für die Altersvorsorge reserviert.
Besonders wichtig sind:
Deshalb gilt:
Eine schlechte Altersvorsorge wird nicht automatisch gut, nur weil sie Steuern spart.
Eine Basisrente kann grundsätzlich nicht wie eine normale Rentenversicherung gekündigt und ausgezahlt werden.
In der Regel kann der Vertrag stattdessen beitragsfrei gestellt werden.
Das vorhandene Kapital bleibt anschließend im Vertrag und wird später verrentet.
Gerade deshalb sollte die Beitragshöhe so gewählt werden, dass sie langfristig realistisch bleibt.
Grundsätzlich nein.
Das angesparte Kapital ist für eine lebenslange monatliche Altersrente vorgesehen.
Eine freie Kapitalauszahlung wie bei einem ETF-Depot oder vielen privaten Rentenversicherungen gibt es bei der Basisrente nicht.
Dieser Punkt gehört zu den wichtigsten Unterschieden zwischen Rürup und flexibleren Formen des Vermögensaufbaus.
Eine klassische Basisrente ist nicht frei vererbbar.
Je nach Vertrag kann jedoch eine Hinterbliebenenversorgung für Ehepartner oder steuerlich berücksichtigungsfähige Kinder vereinbart werden.
Wer Vermögen möglichst flexibel an andere Personen weitergeben möchte, sollte deshalb neben der Basisrente auch frei verfügbares Vermögen aufbauen.
Viele Tarife erlauben zusätzliche Einzahlungen.
Das kann gerade für Selbstständige mit schwankenden Gewinnen interessant sein.
Läuft ein Geschäftsjahr besonders gut, kann geprüft werden, ob eine zusätzliche Einzahlung steuerlich und finanziell sinnvoll ist.
Vorher sollte aber immer geklärt werden:
Die Kosten unterscheiden sich teilweise erheblich.
Mögliche Kosten sind:
Bei einem Basisrente Vergleich sollten deshalb unter anderem geprüft werden:
Der Rentenfaktor bestimmt, wie viel lebenslange monatliche Rente du später aus deinem Vertragsguthaben bekommst.
Deshalb reicht es nicht, nur auf die Wertentwicklung deiner ETFs oder Fonds zu schauen.
Entscheidend ist auch, zu welchen Bedingungen dein Kapital später in eine Rente umgerechnet wird.
Gerade bei fondsgebundenen Basisrenten sollte der Rentenfaktor deshalb immer geprüft werden.
Eine Basisrente kann mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung kombiniert werden.
Das kann steuerliche Vorteile haben, verbindet aber gleichzeitig Altersvorsorge und Arbeitskraftabsicherung miteinander.
Dadurch kann Flexibilität verloren gehen.
Deshalb sollte immer auch die Alternative geprüft werden:
BU separat abschließen und Altersvorsorge unabhängig davon gestalten.
Typische Fehler sind:
Der wichtigste Grundsatz lautet deshalb:
Erst die Altersvorsorgestrategie – dann der Steuervorteil.
Aus über sechs Jahren Beratungserfahrung und mehreren hundert Kundengesprächen wissen wir: Kaum ein Altersvorsorgeprodukt wird so stark über das Thema Steuern sparen verkauft wie die Basisrente.
Eine hohe Steuerersparnis sieht zunächst attraktiv aus. Sie sagt aber noch nichts darüber aus, ob der Vertrag langfristig gut ist.
Wir prüfen deshalb immer beide Seiten:
Wie hoch ist die tatsächliche Steuerentlastung? Welche Kosten entstehen? Wie wird investiert? Wie flexibel bleibt der Vertrag? Wie hoch ist der Rentenfaktor? Und welche Alternativen gibt es?
Gerade für Selbstständige kann eine Basisrente ein sinnvoller Baustein sein – aber meistens als Teil einer breiteren Altersvorsorgestrategie.
Eine Basisrente kann besonders für Selbstständige, Freiberufler und Menschen mit hohem zu versteuernden Einkommen sinnvoll sein. Entscheidend sind neben der Steuerersparnis aber Kosten, Flexibilität und spätere Rentenleistung.
Keiner. Basisrente ist die offizielle Bezeichnung, Rürup-Rente der geläufige Name für dasselbe Produkt.
Besonders interessant kann sie für Selbstständige und Freiberufler mit gutem Einkommen sein. Auch Gutverdiener im Angestelltenverhältnis können profitieren.
2026 beträgt der Höchstbetrag der Basisversorgung 30.826 Euro für Ledige und 61.652 Euro für zusammen veranlagte Paare. Bereits bestehende Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung oder zu Versorgungswerken werden dabei berücksichtigt.
Sie kann interessant sein, wenn du steuerliche Förderung mit einer langfristigen ETF-Anlage kombinieren möchtest. Wichtig sind aber die gesamten Vertragskosten und der Rentenfaktor.
Ein ETF-Sparplan bietet deutlich mehr Flexibilität. Die Basisrente bietet dafür steuerliche Vorteile. Häufig kann eine Kombination beider Bausteine sinnvoll sein.
Eine Auszahlung des angesparten Kapitals nach Kündigung ist grundsätzlich nicht vorgesehen. Meist kann der Vertrag lediglich beitragsfrei gestellt werden.
Grundsätzlich nein. Die Basisrente ist auf eine lebenslange monatliche Rentenzahlung ausgelegt.
Nicht frei. Je nach Vertragsgestaltung kann eine Hinterbliebenenversorgung für Ehepartner oder berücksichtigungsfähige Kinder vereinbart werden.
Ja. Die Basisrente unterliegt der nachgelagerten Besteuerung. Wie hoch der steuerpflichtige Anteil ist, hängt vom Jahr des Rentenbeginns ab.
Das kann sie sein. Gerade am Anfang einer Selbstständigkeit sollte aber ausreichend finanzielle Flexibilität erhalten bleiben.
Die Basisrente kann insbesondere für Selbstständige, Freiberufler und Gutverdiener ein interessanter Baustein der Altersvorsorge sein.
Den steuerlichen Vorteilen stehen aber einige Einschränkungen gegenüber:
Deshalb gilt:
Nicht möglichst viel Steuern sparen. Sondern Steuern sinnvoll für die eigene Altersvorsorge nutzen.
Eine gute Basisrente muss nicht nur steuerlich funktionieren. Sie muss auch als Altersvorsorge überzeugen.
Wir prüfen gemeinsam mit dir:
Du bekommst eine ehrliche Einschätzung und einen transparenten Vergleich – digital, persönlich in Mannheim oder deutschlandweit per Videocall.
Dann lass uns deine Situation gemeinsam prüfen.
Wir schauen auf Einkommen, Steuersatz, bestehende Altersvorsorge, Investment, Kosten und gewünschte Flexibilität.
So siehst du nicht nur, wie viel Steuern du mit einer Basisrente sparen kannst, sondern vor allem, ob sie langfristig wirklich zu dir passt.
Lass uns gemeinsam herausfinden, wie Du Förderungen besser nutzt, Dich sinnvoll absicherst und langfristig Vermögen aufbaust.
Verständlich und passend zu Deinem Leben.